Von Geschenken und Herzschubladen

An Silvester habe ich immer das starke Bedürfnis, alles, was ich im vergangenen Jahr erlebt habe, einzusammeln, genau zu betrachten und in eine Schublade zu verstauen, damit ich es nicht mehr verlieren kann. Und dann überfällt mich jedes Mal eine leichte Panik, da ich gar nicht mehr alles zusammenkriege. Das ist dann so ein Gefühl, als wäre mir alles durch die Finger geglitten und würde für immer weg sein.

 

Menschen erzählen davon, dass sie das Jahr Revue passieren lassen, um daraus eine Summe zu ziehen. Ich beneide sie ein wenig um ihre scheinbare Klarsicht.

 

Ich weiß nicht, ob ich das kann. Ein ganz klares Resümee ziehen aus dem, was war.

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Mia und der Engel mit dem Kolibri - Teil 3

Mia zuckte zusammen als das kräftige Läuten der Türglocke die Stille durchbrach.

 

„Wer bitte, klingelt an Heiligabend….“ Doch Papa kam mit seiner Entrüstung nicht weit. Mia stürzte hinaus in den Flur und riss erwartungsvoll die Haustür auf. Überrascht hielt sie inne, als sie sah, wer da vor ihr stand: Frau Liebe! Sie lachte Mia an und hielt ihr ein Päckchen unter die Nase. „Für dich! Aber ich muss dazu sagen, dass es nicht von mir ist, Mia. „Von wem ist es denn dann?“ Mia war ganz verblüfft.

 

Frau Liebe trat von einem Bein aufs andere. Sie wirkte nervös. „Das klingt jetzt vielleicht seltsam … Ich hatte vor ein paar Nächten einen Traum. Darin besuchten mich zwei wichtige Menschen aus deinem Leben, die mir erzählten, dass du glaubst etwas verloren zu haben. Sie haben mich gebeten, dir zu sagen, dass das nicht stimmt! Glaube nicht, dass du sie verloren hast, kleine Mia. Sie sind bei euch! Auch heute.“ Mia spürte, wie die Tränen aufstiegen und in ihren Augen brannten. „Aber wie kann ich das denn ganz sicher wissen? Es war nur ein Traum. Sie kannten Oma und Opa ja vom Sehen. Da bedeutet doch so ein Traum nicht viel…“

 

„Das Zeichen, der eindeutige Beweis soll dieses Geschenk sein“, flüsterte Frau Liebe. Auch ihre Augen waren feucht.

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Mia und der Engel mit dem Kolibri - Teil 2

„Wie ist es im Himmel, Opa?“ Mia hatte an Großvaters Bart gezupft. „Das kann ich dir wohl erst sagen, wenn ich dort bin.“ Er lächelte schelmisch. „Aber die Engel sagen, dass es da toll sei. Deshalb müssen wir keine Angst vorm Sterben haben.“ Und Oma hatte hinzugefügt: „Wenn wir eines Tages dort angekommen sind, geben wir dir ein Zeichen von oben. Damit du weißt, wie schön es ist.“

 

Mia sah ihre Großmutter entsetzt an. „Nie nie niemals geht ihr von mir weg, Oma!“

 

Aber jetzt waren sie doch fort. Mia fühlte sich ganz allein auf der Welt. Mama und Papa hatten sie zwar lieb. Das wusste sie. Aber sie verstanden Mia nicht. Sie hatten auch ganz andere Interessen. Niemals hörte sie sie über Engel reden. Und sie würden auch bestimmt nie auf die Idee kommen, nachts im Garten Schneemänner zu bauen!

 

Kein Zeichen heute nacht. Oder hatte sie es übersehen? Mia schluchzte auf. Dann wischte sie sich die Tränen ab und hüpfte von der Fensterbank. Eingekuschelt in Omas Decke schlich sie zurück ins Bett und kringelte sich zu einer kleinen Kugel zusammen. In drei Tagen war Heiligabend. Sonst war das immer ihr liebster Tag im Jahr gewesen. Besser als ihr Geburtstag. Sie feierte lieber Jesus Geburtstag als ihren eigenen. Doch jetzt konnte sie sich einfach nicht mehr darauf freuen.

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Mia und der Engel mit dem Kolibri - Teil 1

Quelle: Pixabay
Quelle: Pixabay

Mia saß auf der Fensterbank, eingekuschelt in ihre warme Patchworkdecke. Die hatte Oma selbst gemacht und ihr letztes Jahr zu Weihnachten geschenkt. Das blonde Mädchen zog die Knie ganz nah zu sich heran. Immer wenn es besonders weh tat, musste sie sich an etwas festhalten. Sehnsüchtig blickte sie durch die Eisblumen, die der Winter an die Fensterscheibe gemalt hatte, hinauf zum Himmel.

 

Noch immer kein Zeichen. 

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Film-Tipp: „Die Übersinnlichen – Das geheimnisvolle Potenzial der Seele“

Premiere des Dokumentarfilms „Die Übersinnlichen – Das geheimnisvolle Potenzial der Seele“ in München.
Premiere des Dokumentarfilms „Die Übersinnlichen – Das geheimnisvolle Potenzial der Seele“ in München.

Heute möchte ich euch einen wunderbaren Dokumentationsfilm ans Herz legen, den ich vor einiger Zeit in einer der Premierenvorstellungen in München sehen durfte. Inzwischen ist er auch auf DVD erhältlich. „Die Übersinnlichen – Das geheimnisvolle Potenzial der Seele“ beschäftigt sich mit den Themen Intuition, Sensitivität und Medialität. Er dürfte somit für alle spannend sein, die sich für die Dinge zwischen Himmel und Erde interessieren. Dinge, die die meisten Mensch nicht mit ihren bloßen Augen und Ohren wahrnehmen können.

 

„Die Übersinnlichen“ ist ein Film von Thomas Schmelzer, Moderator bei MYSTICA TV und Experte der ganzheitlichen Szene. Er sucht auf sympathische Art und Weise, mit einer guten Portion Humor, nach Antworten auf Fragen, die viele von uns beschäftigen:

 

Was bedeutet Intuition? Wie funktioniert Aurasehen und was verrät unsere Aura über uns? Wie sehen Engel aus? Welche Möglichkeiten gibt es, um mit ihnen zu kommunizieren? Was versteht man unter Trance Medialität? Wie lassen sich auf diese Weise Botschaften aus der Geistigen Welt empfangen? Ist es wirklich möglich, Kontakt zu Verstorbenen aufzunehmen?  

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