Die kleine Eisblume

Es war einmal eine kleine Eisblume. Sie lebte inmitten unzähliger anderer Eisblumen auf einem großen alten Baumstamm. Und obwohl so viele Eisblumen um sie herum saßen, fühlte sich die kleine Eisblume einsam. Sie war sehr unglücklich darüber, wer sie war und weinte unendlich viele glitzernde Kristalltränen. Sie sah, dass die anderen Eisblumen ungläubig ihre kalten Köpfchen schüttelten. Niemand konnte sie verstehen. Die Tage und Nächte wurden kälter und für die kleine einsame Eisblume immer länger. Ein paar Tage für uns sind in der Welt der Eisblumen viele Jahre! Die klirrende Kälte brachte die Eiskristalle zum Wachsen und sie streckten ihre eisigen Händchen nacheinander aus. Doch selbst in dem Meer ihrer engumschlungenen Eisblumenfamilie sah die kleine Eisblume noch immer ganz schrecklich traurig und verloren aus. [. . .]

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Ein Engel an der Ampel

Heute erzähle ich Euch von einem Engel-Erlebnis, das ich vor einigen Wochen hatte.


Wie ich ja schon einmal geschrieben habe, erlebe ich sie oft als äußerst kreativ. Wer sie um ein Zeichen bittet, kann davon ausgehen, dass auch eines kommt. Allerdings habe ich bestimmt schon viele verpasst. Manchmal mache ich den Engeln Vorwürfe, dass ich keines erhalten habe. Dabei bin ich aber eigentlich sicher, dass das Zeichen da, aber mein Herz nicht offen genug dafür war.


Oftmals ist es allerdings auch so, dass die Zeichen so offensichtlich sind, dass man sie gar nicht verpassen kann! Sie lösen dann besonders intensiv dieses schöne, warme, kribbelige und überaus heitere Gefühl aus, das ich nicht beschreiben kann. Es ist als würde das Herz hüpfen und einen dabei kitzeln. Und wenn ich das spüre, weiß ich ganz genau, dass das Erlebnis, das ich gerade hatte „von oben“ initiiert war.

 

So wie damals. Vor einigen Wochen. [ . . . ]

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Ein Gruß in die Stille

Ich vermisse die Engel in meinem Leben. Nicht, dass ich den Glauben an sie verloren hätte. Natürlich nicht! Denn was man tief in sich drin weiß, kann man nicht verlieren. Es ist viel mehr das alte Problem: Ich bin unachtsam, hektisch und unaufgeräumt. Rede zu viel. Schreibe zu wenig. Die Gedanken wirbeln durch meinen Kopf und lösen Ängste aus. Ängste blockieren mich. Ob das nun die Angst vor dem Zahnarzt oder die vor zu wenig Zeit ist. (Ich habe etwa eine Millionen Ängste, doch hier seien aus platzsparenden Gründen einfach mal zwei genannt.) Zeit ist nie genug da. Die Tage sind vollgestopft mit Dingen, die erledigt werden müssen. Und die Freizeit, die ich mir nehme, löst Schuldgefühle in mir aus. Vielleicht ist das ein Problem unserer Zeit. Vielleicht ist es aber auch nur mein Problem.


Es war mal wieder still hier in den letzten Monaten. Dafür möchte ich mich entschuldigen. Ich weiß, dass es so liebe treue Besucher gibt, die gerne mal wieder was gelesen hätten. Und ich hätte gerne was geschrieben.


Warum habe ich es dann nicht getan?

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